Montag, 26.06.2017
 
 
 
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Historie unseres Vereins

Magdeburger Anglerverein e.V. feierte 2007 sein 125. Jubiläum!
1882

Im amtlichen Adressbuch der Stadt Magdeburg aus dem Jahr 1899 ist bereits der 1882 gegründete „Magdeburger Angler-Club“, eingetragen.

 

„Da vor 1899 keine weiteren Eintragungen bekannt sind, gehen wir jetzt von der Richtigkeit des Rechercheergebnisses aus“, erklärt der Vorsitzende des Magdeburger Anglervereins Claus Brühl anlässlich des 125-jährigen Jubiläums.

 

„Der Magdeburger Anglerverein e.V.“ wäre somit wahrscheinlich der älteste Verein in Sachsen-Anhalt welcher im Zusammenhang mit dem Angelsport besteht.

 

Auch nach Unterlagen des Berliner Angelhistorikers Heinz Haase wäre dieser Rückschluss zulässig.

 

Der Ursprung der organisierten Angelei ist nach Angaben des Angelhistorikers Heinz Haase jedoch dem „Central-Verein der Angelfreunde 1866 zu Berlin“ zuzuschreiben.

1884

Der „Angler-Club Werder e.V., als ein weiterer Magdeburger Anglerverein wird erwähnt.

1900

Bereits um 1900 begannen die Vereine danach zu streben, eine gemeinsame Dachorganisation zu gründen.

 

Die ersten Schritte zum Zusammenschluss aller deutschen Anglervereinigungen wurden in Berlin getan.

 

Das „Komitee zur Gründung des „Allgemeinen Deutschen Anglerbundes“ trat zusammen.

 

Am 31.Mai 1900 wurde der „Deutsche Angler-Bund“ (DAB) gegründet. Unter den Beitrittsvereinen befand sich auch der „Magdeburger Angler-Club e. V.“

 

Derweil hatten sich in Magdeburg weitere Anglervereine wieder der „Anglerverein Werder“ und der „Anglerverein Buckau“ gegründet.

1921

Als starke Konkurrenz zum „DAB“ gründete sich im Jahr 1921 der „Arbeiter-Angler Bund Deutschlands“, kurz „AABD“.

1927

Am 13. April 1927 geht aus dem „AABD“ u. a. der „Freie Sportanglerclub Magdeburg“ hervor.

 

Beiden Angler Dachorganisationen „DAB“ und „AABD“ gelang es trotz starker Bemühungen in den 20-ziger Jahren nicht, sich auf gemeinsame Ziele zu einigen.

1933

1933 unterlagen alle bestehenden Anglervereine in Magdeburg sowie ganz Deutschland der „Gleichschaltung“ durch die Reichsleitung der NSDAP.

 

Der nun gegründete „Reichsverband Deutscher Sportfischer“ („RDS“) sah seine Wurzeln auf Grund des hohen Arbeiteranteils beim „Arbeiter-Angler-Bund

Deutschland“.


1945

Mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands am 08. Mai 1945 war der 2. Weltkrieg beendet.

 

Deutschland wurde zu Verwaltungs- und Kontrollzwecken in drei, später in vier Besatzungszonen und die Stadt Berlin in Sektoren eingeteilt.

 

Die damit verbundene unterschiedliche Gesetzgebung wirkte sich u. a. auch auf alle Regelungen aus, die mit dem Fischfang als solchen in Verbindung standen.

 

Nur sehr schleppend konnten in der sowjetischen Besatzungszone Strukturen aktiviert werden, weil man bei der Schaffung einheitlicher Anglerorganisation im Gebiet des sowjetisch besetzten Teils von Deutschland völlig neue Wege verfolgte.

1949

In der am 07. Oktober 1949 gegründeten DDR entwickelten die Angler nach und nach wieder ein reges Sport- und Vereinsleben.

 

Anstelle vormaliger „Anglervereinen“ traten in diesem Teil Deutschlands nun „Anglersektionen“.

 

Versuche, die Angler als einheitlichen Verband einer größeren Organisation, wie z.B. den Fischwirtschaftsgenossenschaften, der Freien Deutschen Jugend oder auch den Gewerkschaften anzuschließen, schlugen fehl.

1954

Eine „passende“ Struktur für eine alle Länder der DDR umfassende einheitliche Anglervereinigung zu finden, erwies sich bis 1954 als sehr kompliziert.

 

In den Reihen der Angler herrschte damals inzwischen völlig zu Recht eine große Verbitterung. Dies kam sogar in zahlreichen Resolutionen zum Ausdruck. Letztendlich wurden die Angler dem „Deutschen Turn- und Sportbund“ (DTSB) zugeordnet.

 

Am 13. Mai 1954 wurde der „Deutsche Anglerverband“ („DAV“) auf Grundlage der „Verordnung über die Bildung einer einheitlichen Anglervereinigung in der DDR“ auf dem Gebiet der damaligen Deutschen Demokratischen Republik gegründet wurde.

 

Der DAV sah sich von Anfang an den Traditionen des „Arbeiter-Angler-Bundes Deutschlands“ verpflichtet.

 

Historisch gesehen kann man heute durchaus einschätzen, dass das Ringen der Angler der DDR dadurch belohnt wurde, denn Zugehörigkeit zum DTSB hat sich für die weitere Entwicklung des DAV als vorteilhaft erwies.

 

Zum Zeitpunkt der Gründung des „DAV“ hatte er insgesamt 74.602 Mitglieder und bewirtschaftete eine Verbandsgewässergröße von etwa 3.000 ha.

 

Die Angler des Bezirks Magdeburg und der Stadt Magdeburg gehörten bei nationalen und internationalen Meisterschaften immer zu den Sportlern, die ein „Wörtchen“ mit zu reden hatten, wenn es um Medaillen ging.

 

Traditionen im Castingsport sind unter anderem mit dem verdienten Sportfunktionär im Bezirksverband Magdeburg des DAV, Waldemar Spiess, verbunden, haben sich über die Wende bis in die heutigen Tage erhalten.

1990

An die Traditionen des „Magdeburger Angler-Clubs“ konnte nun, nach 45 jähriger Unterbrechung ab dem 03.10.1990, wieder angeknüpft werden.

1992

Die Gründung des „Anglervereins Magdeburg e. V.“ am 12.11.1994 ist die historische Fortsetzung des Weges der Magdeburger Anglerschaft, welche im Jahre 1882 mit Vereinsgründung des „Magdeburger Angler-Club“ begann.

Allgemeines

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass sich bereits im Jahr 1949 auf dem Gebiet der „alten“ Bundesrepublik Deutschland der „Verband Deutscher Sportfischer e.V. (VDSF) gegründete.

Unter Verweis auf die eingangs erwähnten unterschiedlichen Traditionen des „VDSF“ und „DAV“ seit Gründung ihrer „Ursprungsorganisationen“ in den Jahren Jahr 1900 bzw. 1921, ihrer unterschiedlichen Entwicklung bis 1933 und der nach 1945, haben in deren jeweiligen Anglerschaften sich Entwicklungen vollzogen, die sich als besonderer Abschnitte in der Geschichte der deutschen Anglerschaft nachhaltig, bis in die heutige Zeit hinein, auswirken.